Die Methode der Systemischen Erlebnispädagogik

Die methodische Basis für meine Outdoor-Projekte stellt die „Systemische Erlebnispädagogik“ (kurz SEP) dar [1] . Die Methode ist eine Erweiterung der klassischen Erlebnispädagogik und soll Menschen durch handlungsorientiertes Lernen in der Natur in ihrer Persönlichkeits- und Charakterentwicklung unterstützen.

Heutzutage wird die SEP in vielen Bereichen angewandt: Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung, Therapie, Unternehmensberatung, Coaching, Training. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen dabei nicht Fun & Action, sondern Prozesse und Methoden, sowie die Menschen, deren Ziele und Visionen.

Im Rahmen der SEP tauchen wir gemeinsam als Gruppe wie einst die Nomaden in die Natur ein, schlafen unter Sternen, kochen am offenen Feuer und waschen uns in natürlichen Gewässern. Das reduzierte Sein und die unmittelbare Konfrontation mit der Natur setzen ganz von selbst jene Prozesse in Gang, welche zentral nach Befriedigung rufen. Sich zeigende Themen werden durch Interventionen aus dem Systemischen Coaching und der Systemischen Erlebnispädagogik begleitet.

Wichtige Eckpfeiler der Methode sind:

 

  • das nomadische, reduzierte Unterwegssein (kein Handy, Internet)
  • die intensive Naturerfahrung (Leben, Schlafen und Kochen im Freien)
  • die daraus resultierende Konfrontation mit sich selbst

Das nomadische Unterwegssein, die einfachen Handlungen (Kochen am Feuer, Campbau…) und das intensive Eintauchen in die Natur fördern Klarheit und Tatkraft für den weiteren Lebensweg. Die Kombination aus vereinfachter Lebensweise und intensiver Naturerfahrung entschleunigt und fokussiert auf das Wesentliche.

 

„Einfachheit führt zum Wesentlichen“       „Das Elementare berührt die Sinne“

 

Reflexionsrunden und individuelle Coaching-Sequenzen bieten die Möglichkeit sich inhaltlich zu Fokussierung und bringen neue Sichtweisen und Impulse für den Alltag.

 

 Charakteristisch für die SEP sind:

 

  • die lösungs- und ressourcenorientierte Grundhaltung (vergleiche Methoden im Systemischen Coaching)
  • der Einsatz von Kreativtechniken (Visualisieren innerer Anliegen und Zustände mit Naturmaterialien)
  • der Einsatz von rituellen Gestaltungen (gemeinsame, klar strukturierte Handlungen zur Wahrnehmungsverdichtung)
  • der Einsatz von szenischen Arbeiten (Darstellung innerer Themen und Zustände über den Körper)

[1] Thomas, Kreszmeier (2007): Systemische Erlebnispädagogik. Kreativ-rituelle Prozessgestaltung in Theorie und Praxis. Augsburg, Ziel